Kaub unter Denkmalschutz

Verzeichnis der Kulturdenkmäler in Kaub

Kaub Blücherstrasse

Aufstellung aus:

Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturgüter
Rhein-Lahn-Kreis

vom 30.März 2017

Download als pdf: http://denkmallisten.gdke-rlp.de/Rhein-Lahn-Kreis.pdf

Denkmalzonen

Bezeichnung Lage Baujahr Beschreibung
Denkmalzone Stadtkern Auf der Mauer 2–32
(alle Nummern),
Berggasse 1–4,
Blücherstraße 1–34
(alle Nummern)
und 36–64 (gerade Nummern),
Hochstraße 14–30
und 36–46 (gerade Nummern),
19–37 (ungerade Nummern),
Kirchplatz 1–7,
Marktplatz 1–5,
Marktstraße 3–6,
Schlossweg 2–26 (alle Nummern),
Schulstraße 2, 2a,
Zollstraße 2–50 (alle Nummern)
ab dem 13. Jahrhundert Für den Mittelrhein charakteristischer hakenförmiger, bis ins späte 16. Jahrhundert mehrmals erweiterter Grundriss, Bebauungsstruktur und zahlreiche, zumindest im Baukörper unveränderte Bauten des 16. bis 19. Jahrhunderts; die in beachtlichen Resten erhaltene Stadtbefestigung definiert die Grenze zur Stadterweiterung des 19. Jahrhunderts
Die Denkmalzone umfasst als ältesten Ortskern das Städterviertel im Bereich der Metzgerstraße zwischen der Kirche im Norden und dem Mainzer Torturm im Süden, den vermutlich im späten 13. Jahrhundert integrierten Bereich der späteren kurpfälzischen Verwaltungsbauten (Zollstraße 42 und 46), das nordwestlich an das Städterviertel anschließende, im 14. Jahrhundert befestigte Markt- und Bächerviertel (Marktstraße, Marktplatz mit Marktbrunnen, Blücherstraße) und das im Laufe des 15. Jahrhunderts entstandene, um 1485 durch eine Wehrmauer gesicherte Zöllerviertel im Südosten (Zollstraße).

Einzeldenkmäler

Bezeichnung Lage Baujahr Beschreibung
Stadtbefestigung ab der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts bis Ende des 15. Jahrhunderts. Reste der wohl in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts angelegten Stadtbefestigung: Dicker Turm (Zollstraße/Ecke Adolfstraße), Mainzer Torturm (bei Zollstraße 48/50), Mauerpartien nordöstlich des Dicken Turms (im Gelände der Schiefergrube), in der nördlichen Hälfte der Rheinfront (Auf der Mauer), Weseler Turm (hinter Marktplatz 3), Turm der Dörscheider Pforte (nördlich oberhalb der Blücherstraße), Turm der Philippinenburg (hinter Blücherstraße 31a)
Schiefergrube Wilhelm-Erbstollen Adolfstraße 1837 Gesamtanlage; zehnachsiges Stollen- und Zechenhaus, Backstein, bezeichnet 1837; Spalthalle, teilweise Backstein und Beton (nach 1916), teilweise Fachwerk; Schiefermahlwerk, Bruchstein, nach 1916; auf dem Gelände der Dicke Turm und weitere Stadtmauerreste
Wohnhaus Auf der Mauer 2/4 16. oder 17. Jahrhundert stattliches dreigeschossiges Fachwerkhaus mit ehemaligem Nebengebäude, verputzt und verschiefert, wohl aus dem 16. oder 17. Jahrhundert
Wohnhaus Auf der Mauer 14 Wohnhaus, größtenteils verputzt und verschiefert; romanische Giebelwand mit Kamin, gekuppelte Renaissancefenster, schmaler Fachwerkbauteil, zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts; Laufbrunnen, Sandstein, erste Hälfte des 19. Jahrhunderts
Wohnhaus Auf der Mauer 30 spätes 18. Jahrhundert Fachwerkhaus auf der ehemaligen Stadtmauer, rheinseitig Laubengang, spätes 18. Jahrhundert
Bahnhof Kaub Bahnstraße 1 um 1862 Bahnhof der Rheintalbahn; Empfangsgebäude, Typenbau, um 1862
Wohnhaus Berggasse 1 17. oder 18. Jahrhundert verputztes Fachwerkhaus, wohl aus dem 17. oder 18. Jahrhundert, Laube mit Wendeltreppe
Wohnhaus Blücherstraße 1 15. Jahrhundert Fachwerkhaus, 15. Jahrhundert, im Erdgeschoss gotische Spitzbogenreihe, zweites Obergeschoss und Zwerchgiebel wohl um 1800
Wohnhaus Blücherstraße 6 16. oder 17. Jahrhundert dreigeschossigese Fachwerkhaus, verputzt, wohl aus dem 16. oder 17. Jahrhundert, eventuell noch aus dem 15. Jahrhundert, zweites Obergeschoss und Zwerchgiebel wohl um 1800
Wohnhaus Blücherstraße 8 16. oder 17. Jahrhundert schmales Fachwerkhaus, verputzt, wohl aus dem 16. oder 17. Jahrhundert
Wohnhaus Blücherstraße 12 17. oder 18. Jahrhundert Fachwerkhaus, verputzt und verschiefert, wohl aus dem 17. oder 18. Jahrhundert
Wohnhaus Blücherstraße 20 17. oder 18. Jahrhundert dreigeschossiges Fachwerkhaus, verputzt und verschiefert, wohl aus dem 17. oder 18. Jahrhundert
Wohnhaus Blücherstraße 22 17. oder 18. Jahrhundert Fachwerkhaus, verputzt und verschiefert, wohl aus dem 17. oder 18. Jahrhundert
Wohnhaus Blücherstraße 26 17. oder 18. Jahrhundert dreigeschossiges Fachwerkhaus, verputzt und verschiefert, wohl aus dem 17. oder 18. Jahrhundert
Philippinenburg Blücherstraße 31a um 1324 auch Leiterbergturm; Turm der Stadtbefestigung, wohl um 1324
Wohnhaus Blücherstraße 32 1639 Wohnhaus, teilweise verputzt, Zierfachwerk, bezeichnet 1639
Wohnhaus Blücherstraße 34 17. oder 18. Jahrhundert Fachwerkhaus, verputzt und verschiefert, wohl aus dem 17. oder 18. Jahrhundert
Wohnhaus Blücherstraße 38 17. oder 18. Jahrhundert Fachwerkhaus, verputzt und verschiefert, wohl aus dem 17. oder 18. Jahrhundert
Wohnhaus Blücherstraße 40 17. oder 18. Jahrhundert eingeschossiges Fachwerkhaus auf hohem Sockel, verputzt und verschiefert, wohl aus dem 17. oder 18. Jahrhundert
Wohnhaus Blücherstraße 42/44 stattliches Fachwerkhaus, verkleidet, wohl mit verschiedenen Bauperioden
Wohnhaus Blücherstraße 46 1679 Fachwerkhaus, bezeichnet 1679
Wohnhaus Blücherstraße 52 17. oder 18. Jahrhundert Fachwerkhaus, verputzt und verschiefert, wohl aus dem 17. oder 18. Jahrhundert
Wohnhaus Blücherstraße 56 1711 Fachwerkhaus, verputzt und verkleidet, bezeichnet 1711
Wohnhaus Blücherstraße 58 1656 dreigeschossiges Fachwerkhaus, teilweise massiv, angeblich von 1656
Mühle Blücherstraße 59 18. Jahrhundert ehemalige Mühle; Fachwerkhaus, teilweise massiv, 18. Jahrhundert
Wohnhaus Blücherstraße 60 17. oder 18. Jahrhundert Fachwerkhaus, verputzt und verkleidet, wohl aus dem 17. oder 18. Jahrhundert
Wohnhaus Hochstraße 14/16
Lage
Doppelwohnhaus; barocker Krüppelwalmdachbau, verputzt und verschiefert
Katholische Pfarrkirche St. Nikolaus Kirchplatz 1770–72 vierachsiger Saalbau, 1770–72, Bau- und Werkmeister Rodenbach, 1953/54 verlängert
Wohnhaus Kirchplatz 3 15. oder 16. Jahrhundert dreigeschossiges Fachwerkhaus, teilweise massiv, verputzt und verschiefert, 15. oder 16. Jahrhundert
Wohnhaus Kirchplatz 5 16. oder 17. Jahrhundert Fachwerkhaus, teilweise massiv, verputzt und verschiefert, wohl aus dem 16. oder 17. Jahrhundert
Evangelische Pfarrhaus Kirchplatz 7 1730/31 Mansarddachbau, verputzt und verschiefert, wohl Fachwerk, bezeichnet 1730/31
Evangelische Pfarrkirche St. Trinitatis Marktplatz romanischer Turm, Schiff spätgotisch erweitert, 15. Jahrhundert, Innenumbau, 17. Jahrhundert
Kriegerdenkmal Marktplatz 1891 Kriegerdenkmal 1870/71; 1891 errichtet, Kanonen 1907 hinzugekommen
Oberweseler Torturm Marktplatz, hinter Nr. 3 um 1324 fünfgeschossig, Schieferbruchsteinmauerwerk, ursprünglich nördlicher Eingang in die Stadt, wohl um 1324
Rathaus Marktstraße 4 1655–63 ehemaliges Rathaus; Fachwerkbau, teilweise massiv, 1655–63, polygonaler Treppenturm, 1511, barocke Haubenlaterne, Anbau von 1869
Wohnhaus Marktstraße 5 17. Jahrhundert Fachwerkhaus, verputzt und verschiefert, wohl aus dem 17. Jahrhundert
Wohn- und Geschäftshaus Marktstraße 6 16. Jahrhundert viergeschossiges Wohn- und Geschäftshaus, Mansarddach, im Kern angeblich aus dem 16. Jahrhundert, heutiges Erscheinungsbild um 1800
Brunnen Metzgergasse, bei Nr. 2 erste Hälfte des 19. Jahrhunderts Laufbrunnen, erste Hälfte des 19. Jahrhunderts
Blüchermuseum Kaub Metzgergasse 6 1780 ehemaliges Gasthaus Stadt Mannheim; zehnachsiger Mansarddachbau, 1780, Architekt wohl Franz Wilhelm Rabaliatti, Mannheim, Ostflügel von 1792; beherbergt seit 1913 das Blüchermuseum
Wohnhaus Metzgergasse 25/27 1661 stattliches Wohnhaus, teilweise massiv, Zierfachwerk, bezeichnet 1661
Wohnhaus Metzgergasse 29 17. oder 18. Jahrhundert verputztes Fachwerkhaus, wohl aus dem 17. oder 18. Jahrhundert
Pegelturm Rheinuferstraße 1905 schmaler, teilweise gerundeter Putzbau, teilweise verschiefert, 1905
Blücher-Denkmal Rheinuferstraße 1894 Blücher-Denkmal, 1894, Bildhauer Fritz Schaper
Rat- und Schulhaus Schulstraße 10/12/14 1866–68 ehemaliges Rat- und Schulhaus; dreigeschossiger spätklassizistischer Bau, 1866–68, Architekt Eduard Zais, Nassau
Gasthaus Zum Goldenen Hirschen Zollstraße 14, Hochstraße 15 1575 ehemaliges Gasthaus Zum Goldenen Hirschen; Vierflügelbau; dreigeschossiger Haupttrakt, teilweise massiv, Zierfachwerk, bezeichnet 1575, Fensteranordnung, Mansarddach, Zwerchhaus um 1800; Hinterhaus, nach 1876
Portal Zollstraße, an Nr. 22 spätes 17. Jahrhundert barocker Hofeingang des ehemaligen Gasthauses Zum Schiffchen; Sandsteintüreinfassung eventuell noch aus dem 17. Jahrhundert
Wohn- und Geschäftshaus Zollstraße 36 um 1900 Zeilenwohn- und Geschäftshaus; dreigeschossiger Klinkerbau, um 1900, teilweise mit bauzeitlicher Farbverglasung
Kurpfälzische Zollschreiberei Zollstraße 42 1552 heutiger Bau 1552 auf spätgotischem Stadtmauerteil errichtet, polygonaler Treppenturm; verschindelte Fachwerkgeschosse und Krüppelwalmdach wohl von 1667, 1739–41 erneuert; rückwärtiger Anbau, 1667, Umbau 1739–41
Kurpfälzische Amtskellerei Zollstraße 46 1722 verputzter Fachwerkbau, 1722; Hofgebäude von 1610/11, Arkade mit Laubengang, polygonaler Treppenturm
Mainzer Torturm Zollstraße, gegenüber Nr. 48/50 erste Hälfte des 13. Jahrhunderts Rest der Stadtbefestigung, wohl aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts
Dicker Turm Zollstraße, Ecke Adolfstraße um 1485–87 Rundturm der Stadtbefestigung mit zwölfeckigem Wehrumgang, um 1485–87
Burg Pfalzgrafenstein auf der Felseninsel Falkenau im Rhein 1326 fünfeckiger, sechsgeschossiger Turm, 1326 oder 1327 begonnen, Ringmauer mit Rundtürmen, wohl um 1338–42, Bastionsvorbau von 1607
Roßsteintunnel nordwestlich der Stadt 1860 Tunnelbau der Nassauischen Rheintalbahn; Tunnelportale in historisierende Burgenarchitektur, 1860
Burg Gutenfels östlich der Stadt erste Hälfte des 13. Jahrhunderts Kernbau mit Palas und sogenanntem Rüstbau, wohl aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts, Haupttor im Kern aus dem 14. Jahrhundert, Ausbau im 16. Jahrhundert, rückwärtiger Teil aus dem 17. Jahrhundert; westliche Vorburg mit Schildmauer, spätstaufisch, 14. und 16. Jahrhundert, 1890 und 1959; „Spanischer Friedhof“, Zwingeranlage, wohl von 1508/09; Bastion eventuell von 1647